Anlagephilosophie

Marktkapitalgewichtete Indizes sind NICHT effizient zusammengesetzt

Ein marktkapitalgewichteter Index ist kein effizientes Portfolio. Die einzelnen Anlagen werden nach der Grösse gewichtet: Aktien nach dem Börsenwert (Marktkapitalisierung) und Obligationen nach der Verschuldung (Emissionsvolumen). Die Gewichtungsmethodik nach der Grösse hat keinen Bezug zu Rendite und Risiko. Wissenschaftliche Studien zeigen auch: Der Index liegt deutlich unterhalb der Effizienzkurve, auf der die optimalen Portfolios liegen. Der Index hat kein optimales Rendite-Risiko-Verhältnis (Sharpe Ratio). Fazit: Es gibt bessere - effizienter zusammengesetzte - Portfolios mit weniger Risiko und mehr Rendite.

Die Vorteile des Minimum Varianz Portfolio

Effizient anlegen mit dem OLZ-Minimum-Varianz-Portfolio

Die Idee der OLZ-Anlagephilosophie besteht darin, die Zusammensetzung des Portfolios innerhalb einer Anlageklasse zu verbessern. Die optimale Gewichtung der einzelnen Anlagen wird auf Basis von prognostizierten Risikoparametern (Volatilitäten, Korrelationen) bestimmt. OLZ berücksichtigt dabei die neusten Erkenntnisse aus der Finanzmarktforschung. Die systematische Portfoliooptimierung verbessert die Diversifikation und die Effizienz der Portfolios (weniger Risiko, mehr Rendite).

Das Ziel ist das ex-ante Minimum-Varianz-Portfolio mit folgenden Vorteilen:

Mehr Sicherheit dank optimierter Diversifikation

Das ex-ante Minimum Varianz Portfolio liegt näher bei der Effizienzkurve und hat ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis (Sharpe Ratio) als der Index. Die optimierte Diversifikation manifestiert sich in einer tieferen Wertschwankung und deutlich geringeren Verlusten bei Marktkorrekturen.

Mehr Rendite dank der Low Volatility Prämie

Empirische Finanzmarktstudien bestätigen, dass Aktien mit tiefer Kursschwankung (Volatilität) langfristig eine überdurchschnittliche Rendite erzielen. Die Low-Volatility-Prämie ist seit über 40 Jahren dokumentiert und kann mit dem Minimum-Varianz-Portfolio optimal umgesetzt werden, da auch die Korrelationen zwischen den einzelnen Anlagen berücksichtigt werden.

Minimum-Varianz-Portfolio kann prognostiziert werden

Das Minimum-Varianz-Portfolio ist das einzige Portfolio auf der Effizienzkurve, das nur von Risikoparametern abhängig ist, welche im Zeitverlauf mit ökonometrischen Methoden modelliert und prognostiziert werden können. Renditeprognosen werden nicht benötigt.

Häufige Fragen

Wie kann die Low-Volatility-Faktorprämie erklärt werden?

Die Low-Volatility-Prämie (überdurchschnittliche Rendite von Aktien mit tiefer Volatilität) kann seit über 40 Jahren am Markt beobachtet werden. Diese Marktanomalie existiert, da die grosse Mehrheit der Anleger benchmarkorientiert investiert. Das marktkapitalgewichtete Indexieren erfreut sich als „Standardverhalten“ hoher Beliebtheit, obwohl dieses Anlageverhalten nicht zu einem effizient diversifizierten Portfolio führt. Indexnahes Investieren minimiert den Tracking Error. Manager weichen tendenziell nur vom Benchmark ab, wenn die Belohnung (erwartete Rendite) deutlich höher ist. Deshalb werden Titel mit hohem Risiko – „high Beta stocks“ - bevorzugt (übergewichtet) und Titel mit tiefer Volatilität vernachlässigt (untergewichtet). Dadurch sinken die Preise der Low-Volatility-Titel und steigen deren erwartete Renditen, was zur Low-Volatility-Prämie beiträgt. Der Trend zur passiven Umsetzung des marktkapitalgewichteten Index hat die Low-Volatility-Prämie in den letzten Jahren sogar noch verstärkt.

Kann ein Minimum-Varianz-Portfolio mit "Value" charakterisiert werden?

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass ein Minimum-Varianz-Portfolio nicht mit dem Value Faktor korreliert. Low-Volatility und Value sind zwei komplementäre Faktorprämien. Die beiden Anlagestile können kombiniert werden und liefern zusammen ein robustes Alpha im Vergleich zum marktkapitalgewichteten Index.

Wird die Low-Volatility-Prämie bestehen bleiben?

Strukturen und Prozesse bei institutionellen Investoren erlauben meist nur langsame Veränderungen. Es braucht vertieftes Know-How, eine starke Governance und Mut, nicht bei der „Herde“ zu liegen und vom „Standardverhalten“ abzuweichen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Investoren - sowohl Institutionelle als auch Privatanleger - gemäss Standardindex bzw. Durchschnittsportfolio anlegen. Das „Standardverhalten“ der Mehrheit – die Nachbildung des marktkapitalgewichteten Standardindex - führt dazu, dass die Low-Volatility-Prämie nicht verschwindet. Es kann beobachtet werden, dass sich die Prämie dadurch sogar verstärkt.

Was, wenn alle Investoren nach dem Minimum-Varianz-Portfolio investieren?

Wenn alle Investoren ins Minimum-Varianz-Portfolio investieren, würde die Mehrrendite (Low-Volatility-Prämie) verschwinden. Das Portfolio wäre aber trotzdem effizienter zusammengesetzt und besser diversifiziert als der marktkapitalgewichtete Index. Bei gleicher Renditeerwartung würde der Anleger, der in ein Minimum-Varianz-Portfolio investiert, von einer deutlich tieferen Volatilität und geringeren Verlusten bei Marktkorrekturen profitieren.

Führt ein Minimum-Varianz-Portfolio nicht zu Extremlösungen?

Bei der Optimierung werden maximale Limiten für einzelne Titel, Länder und Sektoren – sogenannte Restriktionen - berücksichtigt. Dadurch werden Konzentrationen verhindert. Die OLZ-Minimum-Varianz Portfolios haben im Vergleich zu Standard „Minimum-Varianz“-Indizes (Bsp. MSCI Minimum-Volatility-Index) deutlich mehr Freiheitsgrade. OLZ kennt beispielsweise keine Minimalgewichte.